Tipps gegen emotionales Essen im Alltag


Emotionales Essen kann uns in stressigen Momenten trösten, aber auch eine ungesunde Gewohnheit werden. Lernen Sie, Gefühle von wahrem Hunger zu unterscheiden und Ihre Essgewohnheiten langfristig zu verbessern.

Was ist emotionales Essen?

Haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Sie plötzlich einen Heißhunger bekommen, obwohl Sie eigentlich satt sind? Emotionales Essen ist häufig eine Reaktion auf Stress, Langeweile oder andere Gefühle und kann schnell zur Gewohnheit werden.

Emotionales Essen bedeutet, dass wir nicht aufgrund von körperlichem Hunger essen, sondern weil uns bestimmte Gefühle dazu treiben. Das kann Frust, Unsicherheit oder auch Langeweile sein. Auf den ersten Blick erscheint es manchmal hilfreich, diese Emotionen mit Essen zu „betäuben“. Langfristig kann es jedoch zu Übergewicht, schlechtem Gewissen und einem immer ungesünderen Verhältnis zum Essen führen.

Praktische Tipps, um emotionales Essen zu steuern

  1. Gefühle erkennen
    Führen Sie ein Ess-Tagebuch oder machen Sie sich Notizen, wenn Sie merken, dass Sie aus Langeweile oder Frust zu Snacks greifen. Das Bewusstsein für Ihre tatsächlichen Bedürfnisse ist der erste Schritt zur Veränderung.
  2. Alternativen finden
    Statt zum Schokoriegel zu greifen, nehmen Sie sich eine kurze Auszeit: Spazierengehen, tief durchatmen oder einen Freund anrufen. Diese Alternativen lenken ab und beruhigen.
  3. Strukturiertes Essen planen
    Legen Sie sich feste Mahlzeiten und Snack-Zeiten fest, damit Sie einem plötzlichen Impuls besser widerstehen können. Eine klare Struktur verhindert spontane Heißhungerattacken.
  4. Achtsamkeitsübungen integrieren
    Gönnen Sie sich täglich ein paar Minuten, um Ihre Gedanken und Gefühle zu ordnen. Meditation oder Achtsamkeits-Apps können Ihnen helfen, bewusster mit Emotionen umzugehen, ohne gleich zum Essen zu greifen.
  5. Genuss statt Verbot
    Verabschieden Sie sich von starren Verboten. Erlauben Sie sich bewusst kleine „Genussmomente“ und essen Sie diese Leckerbissen dann langsam und achtsam.

Ein gesunder Umgang mit Essen ist erlernbar

Emotionales Essen ist oft ein Hilfeschrei unseres Körpers und unserer Seele. Wenn Sie lernen, Ihre wahren Bedürfnisse zu erkennen und bewusste Alternativen zu schaffen, können Sie das Essen wieder als etwas Positives erleben und langfristig gesünder leben

Wenn Sie sich intensiver mit Ihren Gefühlen und Gedanken auseinandersetzen möchten oder eine professionelle Begleitung suchen, empfiehlt sich unsere psychologische Online-Beratung. Dort bieten wir Ihnen Unterstützung, um emotionale Muster aufzudecken und einen nachhaltig positiven Umgang mit Essen und Emotionen zu entwickeln.

! Bei diagnostizierten Essstörungen oder starken Gewichtsveränderungen sollten Sie unbedingt ärztlichen Rat und/oder psychotherapeutische Unterstützung in Anspruch nehmen !

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