Der Weg und das Ziel

Kennen Sie auch dieses Gefühl, dass noch etwas Bestimmtes passieren muss, um glücklich zu sein? Erwarten Sie manchmal eine Art Erlösung in der Zukunft? Fühlt sich das Leben im „Hier und Jetzt“ nicht erträglich an? Gibt es noch etwas, das Sie glauben, erreichen zu müssen, bevor Sie wirklich glücklich sein können?

Häufig passiert es uns im Alltag, dass wir so fokussiert auf die Zukunft sind, dass wir vergessen, den Weg zu unserem Ziel zu genießen. Klar, Ziele sind wichtig und es ist schön, ein Leben zu führen, das langfristig darauf ausgelegt ist, unsere Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen. Doch wenn wir uns auf diesem Weg verlieren, wenn wir nur noch die Ziele in der Zukunft sehen, die uns glücklich machen sollen, dann vergessen wir etwas ganz Wichtiges: Jeder einzelne Augenblick unseres Lebens ist etwas Besonderes und es liegt an uns, wieviel Bedeutung wir diesem einen Augenblick geben und wieviel wir die Gegenwart genießen. Wenn wir uns mehr auf das Jetzt fokussieren, dann können wir die kostbare Zeit, die wir haben, noch vielmehr genießen. Und das heißt auf keinen Fall, dass wir nicht weiter unsere Ziele verfolgen können. Ganz im Gegenteil, unser Kopf ist dann freier, um unsere Zukunft im Jetzt zu gestalten.

Wie können wir unsere Aufmerksamkeit von der Zukunft in die Gegenwart lenken und diese mehr wertschätzen?

Kleine Übungen für den Alltag

Hier sind drei effektive Übungen, die Ihnen helfen können, mehr im „Hier und Jetzt“ zu sein und den Weg zu Ihren Zielen bewusst zu genießen:


1. Dankbarkeitstagebuch führen

  • Wie funktioniert es?
    Nehmen Sie sich jeden Tag 5–10 Minuten Zeit, um drei Dinge aufzuschreiben, für die Sie an diesem Tag dankbar sind. Das können kleine oder große Dinge sein, wie ein gutes Gespräch, ein schöner Sonnenuntergang oder ein persönlicher Erfolg.
  • Warum hilft es?
    Das bewusste Reflektieren über positive Aspekte Ihres Tages verankert Sie im Moment und hilft Ihnen, die schönen Dinge im Leben mehr zu schätzen.
  • Tipp:
    Fügen Sie hinzu, warum Sie für diese Dinge dankbar sind. Das macht die Übung noch intensiver.

2. Atem-Achtsamkeitsübung

  • Wie funktioniert es?
    Setzen oder legen Sie sich bequem hin. Schließen Sie die Augen und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Atem. Spüren Sie, wie die Luft durch Ihre Nase einströmt, Ihre Lunge füllt und wieder ausströmt. Wenn Ihre Gedanken abschweifen, lenken Sie sie sanft wieder auf den Atem zurück.
  • Warum hilft es?
    Der Atem ist ein natürlicher Anker, der Sie ins Hier und Jetzt bringt. Diese Übung beruhigt den Geist und gibt Ihnen ein Gefühl von Klarheit und Präsenz.
  • Dauer:
    Schon 3–5 Minuten täglich reichen aus, um diese Praxis in den Alltag zu integrieren.
  • Erweiterung:
    Kombinieren Sie die Übung mit einem Mantra wie „Ich bin hier“ oder „Jetzt ist alles, was zählt“.

3. Bewusstes Wahrnehmen bei Alltagsaktivitäten

  • Wie funktioniert es?
    Wählen Sie eine tägliche Aktivität (z. B. Zähneputzen, Kaffeetrinken, Spazierengehen) und widmen Sie dieser Handlung Ihre volle Aufmerksamkeit. Spüren Sie jede Bewegung, achten Sie auf Geräusche, Gerüche oder das Gefühl dabei.
  • Warum hilft es?
    Oft erledigen wir Routineaufgaben gedankenlos. Diese Übung bringt Achtsamkeit in alltägliche Momente und trainiert Sie, im Hier und Jetzt zu verweilen.
  • Tipp:
    Sie können sich selbst erinnern, indem Sie ein visuelles Zeichen (z. B. ein Post-it mit „Sei achtsam“ am Spiegel) anbringen.

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